Meta AdsRatgeber
Was kostet Werbung auf Facebook und Instagram? So rechnet Meta ab.
Wie Meta Werbung abrechnet, wie die Auktion funktioniert, was Tages-, Laufzeit- und Mindestbudget bedeuten und warum das Creative die Kosten pro Anfrage stärker bestimmt als jede Einstellung.
Kurz gesagt
Bei Meta legst du selbst fest, wie viel du für Werbung auf Facebook und Instagram ausgibst. Abgerechnet wird normalerweise pro Impression, also pro Einblendung, und den Preis bestimmt eine Auktion aus Gebot, geschätzter Wirkung und Qualität deiner Anzeige. Ein Mindestbudget gibt es, verlässliche Schweizer Durchschnittspreise nicht. Entscheidend ist, was eine Anfrage am Ende kostet, und dafür zählt das Creative mehr als jede Einstellung.
Wer zum ersten Mal Werbung auf Instagram schaltet, sucht eine Preisliste und findet keine. Das ist kein Versäumnis, sondern das System: Meta versteigert jede einzelne Einblendung. Was du bezahlst, hängt davon ab, wen du erreichen willst, wie viele andere dieselben Menschen erreichen wollen und wie gut deine Anzeige ankommt.
Dieser Ratgeber erklärt, wie Meta abrechnet, warum ein gutes Video Geld spart, was die Budgetregeln bedeuten und was neben dem Werbebudget dazukommt. Die Regeln stammen aus dem Hilfebereich von Meta.
Wie Meta abrechnet
Du entscheidest, wie viel du ausgeben willst, als Tages- oder als Laufzeitbudget. Abgerechnet wird normalerweise nach der Zahl der Impressionen, also danach, wie oft deine Anzeige gezeigt wurde, ausser du wählst bei der Erstellung etwas anderes. Meta verteilt das Budget über die Laufzeit und berechnet normalerweise nicht mehr als das festgelegte Budget. Die Rechnung kann trotzdem höher ausfallen, weil sie alle Anzeigen deines Kontos und allfällige Gebühren umfasst.
Die Auktion: warum ein gutes Video Geld spart
Jedes Mal, wenn jemandem eine Anzeige gezeigt werden kann, läuft eine Auktion. Es gewinnt nicht einfach das höchste Gebot, sondern die Anzeige mit dem höchsten Gesamtwert. Meta kombiniert dafür drei Faktoren:
Der Gesamtwert einer Anzeige
Gebot
Was du bereit bist, für das gewünschte Ergebnis zu zahlen.
Handlungsrate
Wie wahrscheinlich die Person das tut, worauf du optimierst, zum Beispiel ein Formular ausfüllen.
Anzeigenqualität
Feedback der Nutzer und Signale wie Klickköder oder zurückgehaltene Informationen.
Handlungsrate und Qualität ergeben zusammen die Relevanz. Laut Meta kann eine relevantere Anzeige Anzeigen mit höheren Geboten schlagen. Für dein Budget heisst das: Ein Video, das die richtigen Menschen in den ersten Sekunden abholt und klar sagt, für wen das Angebot ist, macht Ergebnisse günstiger. Mehr Budget für eine schwache Anzeige macht sie nur teurer. Meta kann Auktionen zudem anpassen, berechnet aber nie mehr, als du bietest.
Tagesbudget, Laufzeitbudget, Mindestbudget
- Tagesbudget. Ein durchschnittlicher Tagesbetrag über die Woche, keine harte Obergrenze. An einzelnen Tagen kann Meta bis zu 75 % mehr ausgeben, pro Kalenderwoche höchstens das Siebenfache. Diese Regel führt Meta laut Hilfebereich schrittweise ein.
- Laufzeitbudget. Der Gesamtbetrag für die ganze Laufzeit, eine feste Obergrenze.
- Mindestbudget. Für jede Kampagne oder Anzeigengruppe gilt ein Mindestbudget. Wie hoch es ist, hängt unter anderem von Gebotsstrategie, Optimierung und Währung ab. Mit einem Kostenziel pro Ergebnis empfiehlt Meta ein Tagesbudget von mindestens dem Fünffachen dieses Ziels.
Die Lernphase kostet, wenn du sie störst
≈ 50
Nach dem Start und nach grösseren Änderungen lernt eine Anzeigengruppe, wem sie die Anzeige zeigen soll. In dieser Zeit ist die Leistung weniger stabil und das Ergebnis meist teurer. Jede wesentliche Änderung setzt das Gelernte zurück. Meta empfiehlt deshalb realistische Budgets, wenige statt viele Anzeigengruppen und keine häufigen Budgetänderungen. Mit kleinem Budget erreichst du die 50 Ergebnisse oft nicht, wenn du auf Anfragen optimierst. Umso wichtiger ist es, das Budget zu bündeln.
Was ein Ergebnis in der Schweiz kostet
Verlässliche öffentliche Durchschnittswerte für Preise pro tausend Einblendungen oder pro Anfrage in der Schweiz gibt es nicht. Ein Durchschnitt würde dir auch wenig helfen: Eine Anfrage für eine Vorsorgeberatung und eine Bewerbung als Call Agent sind zwei verschiedene Welten. Was zählt, sind deine eigenen Zahlen nach den ersten Wochen, und dass du sie mit dem Wert einer Anfrage vergleichst.
Das zeigt, wo der grösste Hebel liegt: nicht in einer geheimen Einstellung, sondern in Angebot, Creative und Struktur. Eine Kampagne pro Thema, ein Video, das vorqualifiziert, und eine Seite, die genau das hält, was die Anzeige verspricht.
Lead-Formular oder Landingpage?
Meta bietet Lead Ads an, bei denen Interessierte ein Formular direkt auf Facebook oder Instagram ausfüllen. Name, E-Mail und Telefon sind dabei oft schon vorausgefüllt. Das ist bequem und senkt die Hürde, kann aber auch mehr Anfragen von Menschen bringen, die kaum wissen, wofür sie sich eingetragen haben. Meta bietet dafür Formulare mit mehr Volumen oder mit höherer Absicht an.
Lead-Formular auf Facebook und Instagram
Spricht dafür
- Wenige Klicks, die Person bleibt in der App
- Felder können vorausgefüllt sein
- Lässt sich direkt mit einem CRM verbinden
Spricht dagegen
- Wenig Raum für Vertrauen und Vorqualifizierung
- Schnelle Einträge sind nicht immer echte Interessenten
- Ohne schnelles Nachfassen verpufft der Vorteil
Eine eigene Landingpage gibt mehr Raum für Beweise, Fragen zur Eignung und dein Angebot. Was zu dir passt, hängt vom Produkt ab. Für beide Wege gilt: Für Instant-Formulare verlangt Meta einen Link zu deiner Datenschutzerklärung, und in der Schweiz musst du ohnehin informieren, wofür du die Angaben verwendest.
Was neben dem Werbebudget dazukommt
| Kostenart | Wofür | Wann |
|---|---|---|
| Werbebudget | Geht direkt an Meta, für Einblendungen | Laufend, du legst es fest |
| Creatives | Videos und Bilder in mehreren Varianten zum Testen | Vor dem Start und laufend nachliefern |
| Betreuung | Kampagnen, Zielgruppen, Tests, wöchentliche Auswertung | Laufend, je nach Anbieter |
| Landingpage und Tracking | Seite pro Angebot, Pixel und Conversions API | Einmalig, danach testen |
Als Richtwert für saubere Tests empfehlen wir 3'000 bis 6'000 Franken Werbebudget pro Monat. Wie du mit weniger anfängst und wo kleine Budgets versickern, steht im Ratgeber Performance Ads mit kleinem Budget. Ob Meta oder Google besser zu deinem Angebot passt, klärt der Vergleich Meta Ads oder Google Ads.
Was Meta Ads für dein Angebot realistisch kosten und bringen können, klären wir im Strategie-Call: 30 Minuten, kostenlos.
Das Wichtigste in Kürze
- Meta rechnet normalerweise nach Impressionen ab. Du bestimmst das Budget, Meta berechnet nie mehr als dein Gebot.
- Die Auktion kombiniert Gebot, geschätzte Handlungsrate und Anzeigenqualität. Eine relevante Anzeige kann höhere Gebote schlagen.
- Das Tagesbudget ist ein Durchschnitt über die Woche, das Laufzeitbudget eine feste Obergrenze. Mindestbudgets gelten trotzdem.
- In der Lernphase ist die Leistung unstabil. Sie endet normalerweise nach etwa 50 Ergebnissen in einer Woche.
- Werbung von Anbietern im Ausland kann der Bezugsteuer unterliegen. Kläre das mit deiner Treuhand.
Häufige Fragen
Was kostet Werbung auf Instagram?
So viel, wie du festlegst. Instagram-Werbung läuft über Meta, wie Facebook-Werbung. Abgerechnet wird normalerweise pro Einblendung, den Preis bestimmt eine Auktion. Verlässliche Schweizer Durchschnittspreise gibt es nicht, deine eigenen Zahlen siehst du nach den ersten Wochen.
Gibt es bei Meta ein Mindestbudget?
Ja. Für jede Kampagne oder Anzeigengruppe gilt ein Mindestbudget. Wie hoch es ist, hängt unter anderem von Gebotsstrategie, Optimierung und Währung ab; Meta zeigt es bei der Erstellung an.
Kann Meta mehr als mein Tagesbudget ausgeben?
An einzelnen Tagen ja, laut Meta bis zu 75 % mehr, pro Kalenderwoche aber höchstens das Siebenfache des Tagesbudgets. Meta führt diese Regel schrittweise ein. Ein Laufzeitbudget ist dagegen eine feste Obergrenze.
Muss ich auf Facebook-Werbung MWST bezahlen?
Möglicherweise als Bezugsteuer. Werbeleistungen von Anbietern im Ausland können ihr unterliegen. MWST-pflichtige Unternehmen deklarieren solche Bezüge, nicht registrierte werden ab mehr als 10'000 Franken pro Kalenderjahr bezugsteuerpflichtig. Kläre den Einzelfall mit deiner Treuhand.
Quellen
Geprüft am 07.10.2026
- 01Meta-Hilfebereich: Anzeigenauktionenfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 02Meta-Hilfebereich: So werden Werbeanzeigen durch Meta abgerechnetfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 03Meta-Hilfebereich: Kosten für Werbung in Meta-Technologienfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 04Meta-Hilfebereich: Best Practices für Mindestbudgetsfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 05Meta-Hilfebereich: Budgetsfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 06Meta-Hilfebereich: Infos zur Lernphasefacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 07Meta-Hilfebereich: Infos zu Lead Adsfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 08Meta-Hilfebereich: Lead Ads mit Instant-Formularfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 09Meta-Hilfebereich: Infos zur Conversions APIfacebook.com (öffnet in neuem Tab)
- 10ESTV: Steuerpflicht Bezugsteuer bei der Mehrwertsteuerestv.admin.ch (öffnet in neuem Tab)


