Web & CRORatgeber
Was kostet eine Website in der Schweiz? Die Kostenfaktoren im Überblick.
Wovon der Preis einer Website abhängt, welche laufenden Kosten dazukommen, wie du Offerten vergleichst und warum es keine seriöse Durchschnittszahl für die Schweiz gibt.
Kurz gesagt
Was eine Website in der Schweiz kostet, hängt vor allem von fünf Dingen ab: Umfang, Inhalte, Funktionen, Design und Pflege. Eine aktuelle, unabhängige Preiserhebung für die Schweiz gibt es nicht; die Spannen im Netz stammen von Agenturen, die selbst Websites verkaufen. Vergleiche deshalb Offerten mit demselben Leistungsbeschrieb und rechne die laufenden Kosten mit ein. Wichtiger als der Preis ist, ob die Website Anfragen bringt.
«Was kostet eine Website?» ist eine der häufigsten Fragen im Erstgespräch, und eine der schwierigsten. Ein Onepager mit Kontaktformular und eine mehrsprachige Website mit Terminbuchung und CRM-Anbindung haben wenig gemeinsam ausser dem Namen. Dieser Ratgeber zeigt, wovon der Preis abhängt, welche Kosten nach dem Launch dazukommen und wie du Offerten vergleichst.
Warum es keine seriöse Durchschnittszahl gibt
Wer nach Preisen sucht, findet Spannen in Franken, oft als «Studie» oder «Marktanalyse» bezeichnet. Fast immer stammen sie von Agenturen, die selbst Websites verkaufen und dafür die veröffentlichten Listenpreise anderer Agenturen auswerten. Das sind keine bezahlten Preise, und die Auswahl ist selten nachvollziehbar.
Die einzige Schweizer Erhebung mit offener Methodik, die wir gefunden haben, ist die Honorar-Erhebung von swissICT und der Swiss Sourcing Group von 2021. Sie erfasst Stundensätze von Marketing-Berufen, keine Website-Projekte, und ihre Ergebnisse sind nur gegen Bezahlung erhältlich. Wir nennen deshalb keine Spannen, die wir nicht belegen können. Hilfreicher ist ohnehin, zu verstehen, woraus sich der Preis zusammensetzt.
Die fünf Kostentreiber
Was den Preis macht
Umfang
Wie viele Seiten, wie viele Angebote, wie viele Sprachen? Eine Website auf Deutsch und Französisch ist mehr als die doppelte Arbeit, weil jede Sprache eigene Texte und eigene Prüfung braucht.
Inhalte
Texte, Fotos, Videos, Referenzen. Wer liefert sie, wer schreibt sie um, wer fotografiert? Inhalte sind der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird, und der, der über Anfragen entscheidet.
Funktionen
Kontaktformular, Offertanfrage, Online-Buchung, Shop, Mitgliederbereich, Anbindung an CRM oder Buchhaltung. Jede Schnittstelle kostet Einrichtung und später Pflege.
Design
Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein eigenes Design. Ein eigenes Design lohnt sich, wenn die Marke sich abheben muss oder die Inhalte nicht in eine Vorlage passen.
Technik und Pflege
Baukasten, WordPress oder individuell entwickelt. Davon hängen Updates, Sicherheit, Geschwindigkeit und die Frage ab, wer später Änderungen machen kann.
Einmalige und laufende Kosten
Viele Offerten nennen nur den Preis für die Erstellung. Danach fallen Kosten an, die du einplanen solltest:
| Posten | Einmalig | Laufend |
|---|---|---|
| Konzept und Design | Struktur, Seitenaufbau, Gestaltung | Anpassungen bei neuen Angeboten |
| Inhalte | Texte, Fotos, Videos erstellen | Aktualisieren, neue Referenzen, News |
| Technik | Umsetzung, Formulare, Schnittstellen | Updates, Sicherheit, Backups |
| Domain und Hosting | Einrichten | Jährliche Gebühren |
| Lizenzen | Plugins, Schriften, Bilder | Teilweise jährlich zu erneuern |
| Recht | Impressum, Datenschutzerklärung nach revDSG | Anpassen, wenn neue Tools dazukommen |
| Sichtbarkeit | SEO-Grundlagen, Google-Profil | SEO, Werbung, Auswertung |
Baukasten, Vorlage oder individuell?
Das KMU-Portal des Bundes hält fest, dass eine einfache Website mit einem Baukasten auch von einer Person mit IT-Grundkenntnissen erstellt werden kann. Für komplexere Websites empfiehlt es Fachleute. Die ehrliche Abwägung:
Baukasten in Eigenregie
Spricht dafür
- Tiefe Startkosten, schnell online
- Hosting und Updates meist inklusive
- Für einfache Visitenkarten-Websites oft genug
Spricht dagegen
- Texte, Fotos und Struktur musst du selbst liefern, und genau dort entstehen Anfragen
- Grenzen bei Funktionen, Geschwindigkeit und Anbindungen
- Ein Umzug zu einem anderen System ist oft ein Neubau
Eine Agentur lohnt sich vor allem dann, wenn die Website verkaufen soll: wenn Werbung auf die Seiten führt, wenn Anfragen in ein CRM fliessen sollen oder wenn du dich von Mitbewerbern klar abheben musst.
So vergleichst du Offerten
Was in eine gute Offerte gehört
- Ein Leistungsbeschrieb: Anzahl Seiten, Sprachen, Funktionen, Schnittstellen
- Wer welche Inhalte liefert: Texte, Fotos, Videos, Übersetzungen
- Anzahl Korrekturrunden und was danach gilt
- Abrechnung: Pauschale, Kostendach oder nach Aufwand mit Stundenansatz
- Zeitplan mit deinen Mitwirkungspflichten
- Wem Domain, Hosting, Lizenzen und Konten gehören
- Kosten nach dem Launch: Hosting, Wartung, Updates, Support
- Was zu Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweis und Impressum gehört
Hole zwei oder drei Offerten mit demselben Beschrieb ein. Erst dann siehst du, ob ein tiefer Preis ein gutes Angebot ist oder ob einfach weniger drin ist.
Rechne rückwärts: Was muss die Website bringen?
Eine Website ist kein Kostenpunkt wie Büromaterial, sondern sollte Anfragen bringen. Darum lohnt sich dieselbe Rechnung wie bei Werbung: Wie viele zusätzliche Anfragen braucht es, damit sich die Investition lohnt, bei deinem Auftragswert und deiner Abschlussquote? Wie du das rechnest, zeigt der Potenzialrechner. Warum manche Websites trotz gutem Design keine Anfragen bringen, erklärt der Artikel Website bringt keine Anfragen.

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Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt keine aktuelle, unabhängige Preiserhebung für Websites in der Schweiz. Spannen im Netz sind Selbstauskünfte von Agenturen.
- Den Preis machen Umfang, Inhalte, Funktionen, Design und Pflege. Inhalte werden am häufigsten unterschätzt.
- Zu den einmaligen Kosten kommen laufende: Domain, Hosting, Wartung, Lizenzen und die Pflege der Inhalte.
- Vergleichbar werden Offerten erst mit demselben Leistungsbeschrieb, inklusive Korrekturrunden, Rechten und Wartung.
- Eine Website ist eine Investition in Anfragen. Rechne rückwärts, was sie bringen muss.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website in der Schweiz?
Eine verlässliche Durchschnittszahl gibt es nicht, weil es keine unabhängige Preiserhebung gibt. Der Preis hängt von Umfang, Inhalten, Funktionen, Design und Pflege ab. Vergleiche zwei oder drei Offerten mit demselben Leistungsbeschrieb.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Domain und Hosting, Wartung mit Updates und Backups, Lizenzen für Plugins oder Schriften und die Pflege der Inhalte. Dazu kommen Kosten für Sichtbarkeit wie SEO oder Werbung, wenn die Website Anfragen bringen soll.
Ist ein Website-Baukasten eine gute Lösung?
Für eine einfache Visitenkarten-Website oft ja. Das KMU-Portal des Bundes hält fest, dass eine einfache Website mit Baukasten auch mit IT-Grundkenntnissen machbar ist. Für Websites, die verkaufen, Werbung tragen oder an ein CRM angebunden sind, stossen Baukästen schneller an Grenzen.
Pauschale oder nach Aufwand: Was ist besser?
Eine Pauschale gibt Planungssicherheit, wenn der Umfang klar ist. Nach Aufwand mit Kostendach passt, wenn noch nicht alles feststeht. Entscheidend ist ein klarer Leistungsbeschrieb, sonst sind beide Modelle schwer zu vergleichen.
Quellen
Geprüft am 07.10.2026
- 01KMU-Portal (SECO): Eine effektive Website erstellenkmu.admin.ch (öffnet in neuem Tab)
- 02swissICT und SSG: Honorare von Marketing-Agenturen, Erhebung 2021 (Rahmenbedingungen)swissict.ch (öffnet in neuem Tab)
- 03Fedlex: Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG, SR 235.1)fedlex.admin.ch (öffnet in neuem Tab)


