BrandingCheckliste
Rebranding ohne Sichtbarkeitsverlust: So nimmst du Google mit.
Neuer Name, neues Logo oder neue Domain: was du vor, während und nach einem Rebranding tun musst, damit Kundschaft und Google den Weg zu dir weiter finden.
Kurz gesagt
Ein Rebranding kostet Sichtbarkeit, wenn Google und deine Kundschaft den Zusammenhang zwischen altem und neuem Auftritt nicht erkennen. Wie viel zu tun ist, hängt vom Umfang ab: Ein neues Logo ist schnell erledigt, ein neuer Name braucht neue Angaben überall, und eine neue Domain ist ein Umzug mit Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Seite. Prüfe vorher, ob der neue Name frei ist, und plane den Wechsel so, dass alles am selben Tag umgestellt wird.
Ein neuer Name, ein neues Logo, eine neue Website: Ein Rebranding ist für viele Unternehmen ein grosser Schritt nach vorne. In der Suche kann es aber ein Schritt zurück sein, wenn die alten Seiten plötzlich ins Leere führen, das Google-Profil noch den alten Namen trägt und Verzeichnisse drei verschiedene Schreibweisen zeigen. Mit der richtigen Reihenfolge lässt sich das vermeiden.
Zuerst: Ist der neue Name frei?
Bevor Logo und Website entstehen, gehört der Name geprüft. Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) empfiehlt eine eigene Recherche in mehreren Quellen:
Eigene Recherche
- Suchmaschinen: Gibt es den Namen schon, in deiner Branche oder Region?
- Swissreg: geschützte Marken in der Schweiz
- Madrid Monitor und TMview: international und in der EU eingetragene Marken
- Zentraler Firmenindex (Zefix): eingetragene Firmen in der Schweiz
- SWITCH: ob die passende .ch-Domain frei ist
- Social Media: ob der Name als Profil verfügbar ist
Drei Fälle, drei Aufwände
| Was sich ändert | Risiko für die Sichtbarkeit | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Nur Logo, Farben und Design | Gering | Favicon und Bilder ersetzen, Profile auf Social Media und Google aktualisieren |
| Neuer Firmenname, gleiche Domain | Mittel | Name überall gleich ändern, Websitename in den strukturierten Daten, Google-Profil, Verzeichnisse |
| Neue Domain | Hoch | Umzug mit dauerhaften Weiterleitungen, Adressänderung in der Search Console, alles vom zweiten Fall |
Neues Logo: Favicon nicht vergessen
Google zeigt in den Suchergebnissen neben deinem Namen ein kleines Symbol, das Favicon. Nach einem neuen Logo gehört es ersetzt. Google verlangt ein quadratisches Bild von mindestens 8 × 8 Pixeln und empfiehlt mindestens 48 × 48 Pixel. Bis Google die Startseite erneut gecrawlt hat und das neue Symbol zeigt, können laut Google mehrere Tage bis Wochen vergehen.
Neuer Name, gleiche Domain
Der Name, den Google in den Suchergebnissen über deiner Website zeigt, heisst Websitename. Google bestimmt ihn automatisch aus den Inhalten der Startseite und aus Verweisen im Web. Du kannst ihn mit strukturierten Daten vom Typ WebSite auf der Startseite angeben. Ein praktischer Trick fürs Rebranding: Den alten Namen als Alternativnamen hinterlegen.
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "WebSite",
"name": "Neuer Name AG",
"alternateName": "Alter Name GmbH",
"url": "https://www.beispiel.ch/"
}Am Tag der Umstellung
- Name, Titel der Startseite und Logo auf der Website ändern
- Google-Unternehmensprofil aktualisieren. Eine kleine Namensänderung ist laut Google als Rebranding im bestehenden Profil möglich
- Bing Places, local.ch, search.ch und Branchenverzeichnisse anpassen, überall gleiche Schreibweise
- Profile auf LinkedIn, Instagram und Facebook umbenennen
- Impressum, Handelsregister-Angaben, E-Mail-Signaturen und Offertvorlagen anpassen
- Partner und Kunden informieren, die auf deine Website verlinken
Im Google-Unternehmensprofil gilt: Der Name muss dem Namen entsprechen, den du auch ausserhalb von Google einheitlich verwendest, an der Tür, auf der Website und auf dem Briefpapier. Zusätze wie Werbesprüche oder Ortsnamen sind nicht erlaubt.
Neue Domain: der Umzug
Wechselt auch die Domain, ist es ein Website-Umzug. Google hat dafür eine eigene Anleitung. Die wichtigsten Schritte:
Website-Umzug in fünf Schritten
Alt und neu zuordnen
Eine Liste aller alten Adressen erstellen und jeder die passende neue Seite zuordnen. Wichtige Seiten findest du über Sitemap, Server-Logs und Webanalyse.
Dauerhaft weiterleiten
Serverseitige, dauerhafte Weiterleitungen mit Status 301 oder 308, direkt zum endgültigen Ziel. Ketten vermeiden: Laut Google idealerweise höchstens drei, höchstens aber vier Schritte.
Neue Website vorbereiten
Interne Links auf die neuen Adressen ändern, jede Seite mit einem Canonical-Tag auf sich selbst, neue Sitemap einreichen.
Adressänderung melden
In der Google Search Console die Adressänderung für die alte Website einreichen. Das Tool braucht es nur beim Wechsel der Domain oder Subdomain.
Beobachten
In den Wochen danach Sitemaps, indexierte Seiten und Suchanfragen in der Search Console verfolgen.
Für kleine und mittelgrosse Websites empfiehlt Google, alle Adressen auf einmal umzuziehen. Bei solchen Websites dauert es laut Google im Allgemeinen einige Wochen, bis der Umzug verarbeitet ist, und die Sichtbarkeit kann während dieser Zeit vorübergehend schwanken. Das ist laut Google normal. Die Weiterleitungen solltest du möglichst lange behalten, mindestens ein Jahr. Behalte deshalb auch die alte Domain registriert.
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Das Wichtigste in Kürze
- Prüfe den neuen Namen vor allem anderen: Marken, Firmennamen und Domains.
- Neues Logo, neuer Name, neue Domain: Je grösser der Schritt, desto mehr musst du Google mitnehmen.
- Bei einer neuen Domain jede alte Seite dauerhaft auf die passende neue weiterleiten, laut Google mindestens ein Jahr lang.
- Den alten Namen als Alternativnamen in den strukturierten Daten angeben, damit die Verbindung erkennbar bleibt.
- Schwankungen in der Suche sind laut Google während eines Umzugs normal. Beobachte die Search Console in den Wochen danach.
Häufige Fragen
Verliere ich bei einem Rebranding mein Google-Ranking?
Nicht zwingend. Bleibt die Domain gleich, ist das Risiko kleiner. Bei einer neuen Domain helfen dauerhafte Weiterleitungen jeder alten auf die passende neue Seite und die Adressänderung in der Search Console. Vorübergehende Schwankungen sind laut Google normal.
Wie lange muss ich Weiterleitungen behalten?
Laut Google möglichst lange, generell mindestens ein Jahr. Behalte deshalb auch die alte Domain registriert.
Muss ich für einen neuen Namen ein neues Google-Unternehmensprofil erstellen?
Bei einer kleinen Namensänderung nicht: Laut Google ist dann ein Rebranding im bestehenden Profil möglich. Der Name muss dem entsprechen, den du auch ausserhalb von Google einheitlich verwendest.
Wie prüfe ich, ob ein Name noch frei ist?
Mit einer eigenen Recherche in Suchmaschinen, Swissreg, internationalen Markendatenbanken, im Zentralen Firmenindex und bei der Domain-Registrierung. Laut IGE reicht das nicht, um Konflikte abschliessend zu klären; dafür gibt es spezialisierte Anbieter.
Quellen
Geprüft am 07.10.2026
- 01Google Search Central: Website migrieren (Umzug mit URL-Änderungen)developers.google.com (öffnet in neuem Tab)
- 02Search Console-Hilfe: Tool zur Adressänderungsupport.google.com (öffnet in neuem Tab)
- 03Google Search Central: Websitenamen in der Google Suchedevelopers.google.com (öffnet in neuem Tab)
- 04Google Search Central: Favicon in der Google Suchedevelopers.google.com (öffnet in neuem Tab)
- 05Google Business Profile-Hilfe: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmenssupport.google.com (öffnet in neuem Tab)
- 06IGE: Eigene Recherche vor der Markenanmeldungige.ch (öffnet in neuem Tab)



